Anfänger

Alles muss erst einmal gelernt werden. So auch das Bootsfahren. Diese Seite richtet sich an Menschen, die noch nie in einem Canadier gefahren sind. Wir können hier keine Praxis vermitteln, aber dafür Theorie. In den nachfolgenden Videos werden Ihnen die wichtigsten Dinge gezeigt, die Sie zum fahren brauchen. (Sollte der WinMediaPlayer die Videos nicht sauber abspielen, besorgen Sie sich bitte den “VLC media player”)

Nicht alle Bootsvermieter machen eine Einweisung. In diesem Fall ist es vom großen Vorteil, wenn man zumindest das theoretische Wissen besitzt. (Die Videos sind etwas grösser. Sie sollten einen DSL Anschluss haben).

Beachten Sie unser All Inclusiv Angebot

Filme, die Ihnen die untenstehenden Erklärungen geben. Diese Filme sind auf YouTube gespeichert. Wenn Sie einen Film auswählen, werden Sie zu YouTube gebracht.

Erklärung Boot Allgemein.mpg

Erklärung Boot zu Wasser lassen.mpg

Einsteigen und Paddelhaltung.mpg

Erklärung Lenken.mpg

Erklärung Paddeln.mpg

Erklärung Rückwärts fahren.mpg

Erklärung Rückwärts paddeln Richtung ändern.mpg

Erklärung unter Gebüsch Fahren.mpg

Erklärung Schaukeln.mpg

Wenn man Paddelboot fährt, gibt es zwei verschiedene Wasserarten. Stehendes Wasser (Seen, Staustufen) und fliesendes Wasser (Flüsse). Inzwischen wird auch auf dem Meer gefahren, aber dies ist erst langsam im kommen. Diese Anleitung ist für Flüsse. Wenn Sie auf einem See aufhören zu paddeln, bleiben Sie stehen. Auf einem Fluss treiben Sie weiter. Zu beachten sind auch die überhängende Zweige und Äste von Bäumen und Sträucher. Auch auf Flache Stellen oder Steine im Fluss muss geachtet werden. Ein Fluss hat Strömungen und Kehrwasser. Genauso können Brückenpfeiler im Fluss stehen.

Die Teorie in einzelen Schritten

Allgemeine Informationen                      Canadier vorne und hinten         Canadier zu Wasser Lassen

In den Canadier einsteigen                      Paddeln                                      Auswahl der Paddelseite

Zu zweit im Boot                                     Zu dritt im Boot                         Schauckeln des Bootes ausgleichen

Bremsen - anhalten - rückwärts fahren    Boote umsetzen an Wehre           Wieder einsetzen der Canadier

Wehrüberfahrt                         Niedrig-, Normal-, Über Normaler Wasserstand          Schwerpunkt im Boot

Brücken Durchfahrt                                Kontakt mit dem Ufer                  Genügend Abstand halten

Allgemeine Informationen:                                                                                                                     zurück

Ein Canadier ist ein Stechpaddelboot und wird deshalb mit Stechpaddeln gefahren. Canadier ist ein Überbegriff für diese Bootsart, was dementsprechend darauf hinweist, das es verschiedene Typen davon gibt. Hauptsächlich bekommen Sie bei uns Wildwassercanadier. Die sind zwar im Einkauf fast doppelt so teuer wie andere, bieten aber den besten Sitz- und Paddel- kompfort.

Kleidung und Schuhwerk:                                                                                                                       zurück

Mit der Kleidung können Sie es halten wie Sie möchten. Bei dem Schuhwerk sollten Sie aber unbedingt Turnschuhe oder ähnliches anziehen. Auf keinen Fall barfüßig fahren. Sandalen und Badelatschen bringen auch nichts. Stellen Sie sich vor, Sie kentern (Sie fallen in das Wasser). Keiner weiss an welcher Stelle, da können spitze Steine, Glasscherben oder andere spitze und scharfkantige Gegenstände im Wasser liegen. Nicht gerade angenehm, da hinein zu treten und dann kein gutes Schuhwerk am Fuss zu haben. Aber auch wenn Sie das Ufer erklimmen müssen, sind da oft Wurzeln, trockene Äste, Brennnesseln usw. die ohne gutes Schuhwerk sehr schmerzhaft werden können und der nächste Arzt ist weit. Also immer Schuhe anziehen (das Alter spielt keine Rolle).

Wasserdichte Tonne:                                                                                                                               zurück

Eine wasserdichte Tonne benötigt mann, um Essen, Elektronikartikel, Ersatzkleidung usw. im Canadier mit zu führen. So eine Box wird nur an Land geöffnet, damit der Inhalt auch wirklich trocken bleibt. Die Tonne wird entweder vor dem mittleren oder hinter dem mittleren Sitz platziert. Im normal Fall wird diese in das Boot gestellt und nicht gelegt.

Canadier vorne und hinten:                                                                                                                    zurück

Vorderteil eines Canadiers (vorne)                                                                                     Hinterteil eines Canadiers (hinten)

IMG_0778

Vor dem einsteigen müssen die Bootsfahrer ausmachen, wer wo Sitzt. TIP: Hinten sollte der schwerste und kräftigste sitzen. Schüchtern sollte er auch nicht sein, da er öfters Anweisungen geben sollte, um die Richtung zu bestimmen.

IMG_0779

Canadier zu Wasser lassen:                                                                                                                     zurück

Der Canadier wird immer mit der Spitze in das Wasser geschoben. Entweder wird er dann mit einer Schnur gehalten oder mit dem Paddelgriff. Viele lassen den Canadier seitlich in das Wasser, was oft dazu führt, dass dieser Wasser aufnimmt oder sogar voll läuft mit Wasser. Je nachdem wie hoch die Einsetzstelle ist. Zudem können die Tonnen herausfallen und weg treiben.

Wenn Sie einen Canadier in das Wasser lassen, dürfen sich in diesem niemals die Paddeln befinden. Entweder liegen diese an Land, oder Sie halten diese in der Hand.

Richtig

2009_07_11_9999_34

Der Canadier wird über die Spitze in das Wasser geschoben. Die wasserdichte Box kann dabei nicht herausfallen. Die Paddeln werden in den Händen gehalten und liegen nicht im Boot.

IMG_0782

In den Canadier einsteigen:                                                                                                                     zurück

Wenn Sie in den Canadier einsteigen sind einige Vorgänge zu beachten. Wenn Sie mehrere Personen sind (2 oder 3) wird abgesprochen, wer zuerst in den Canadier einsteigt. Der/die anderen Personen halten den Canadier fest, damit die andere Person einsteigen kann. Sobald die erste Person im Canadier sitzt, sichert diese den Canadier, damit die nächste Person einsteigen kann (festhalten am Steg, Wurzeln oder wo auch immer Halt ist). Dann steigt die nächste Person das Boot und sichert es, damit der dritte einsteigen kann. Dies ist TEAMARBEIT. Je schlechter die Bootsfahrer zusammenarbeiten, um so wackliger wird das ganze, bis hin zu einer Kenterung.

In den Canadier einsteigen: Wenn Sie vor dem Canadier stehen, müssen Sie sich entscheiden. Sie steigen ein oder nicht. Manche Leute setzen einen Fuss in den Canadier und der bleibt am Steg (Ufer). Und dann passiert nichts mehr. Irgendwie hat mann das Gefühl, sie wollen noch eine Kaffeepause einlegen, bevor sie richtig einsteigen. DAS IST FALSCH. Mann muss zügig einsteigen. Erst den ersten Fuss in den Canadier dann den anderen sofort nachziehen und dann sofort hinsetzen. DER SCHWERPUNKT MUSS SO SCHNELL WIE MÖGLICH NACH UNTEN VERLAGERT WERDEN. Alle anderen Aktionen können zum kentern führen.

2009_07_11_9999_30

Auf diesem Bild sehen Sie richtiges und falsches. RICHTIG: der Fuss muss in die Mitte des Canadiers gestellt werden. Man steigt immer VOR dem Sitz ein, auf den man sitzen will. Der Hintermann, der schon sitzt, sichert das Boot (er hält sich mit seiner Hand am Bootssteg fest und stabilisiert damit den Canadier).

FALSCH: Das Paddel wird auf dem Bootssteg abgestützt. Zudem ist ein zögern da, flott ein zu steigen. Die Gefahr ist dabei, dass das Boot vom Steg weggedrückt wird und der Einstieg feucht endet.

2009_07_10_9999_35

Das Bild rechts zeigt den falschen Einstieg.

Hier wird hinter dem Sitz eingestiegen, auf den man sitzen will. Daher muss er in dem Canadier nach vorne gehen. Diese Art von Einstieg provoziert öfters eine Kenterung, da dies eine sehr wacklige Angelegenheit ist. Daher immer vor dem Sitz einsteigen, auf den man sich setzen möchte.

IMG_0785

Links sehen Sie wie Ede im Canadier auf einem Fuss steht. Das sollen Sie nicht nachmachen. Es soll nur eines dokumentieren. Ein Canadier kippt niemals von alleine um. Dies wird nur durch die Bootsbesatzung verursacht. Boot fahren hat viel mit Physik und Mathematik zu tun. Um es einfach auszudrücken: beim einsteigen den ersten Fuss in die Längsmitte setzen, den zweiten sofort nachziehen, damit mann nicht ins schwanken kommt. Dann sofort hinsetzen, damit der Schwerpunkt soweit wie möglich nach unten gebracht wird. Je höher der Schwerpunkt, desto wackeliger ist das ganze. Das ist wie bei Autos in einer Kurve. Sobald das Fahrzeug anfängt zu kippen und einen bestimmten Winkel überschreitet, kippt es ganz. Beim Canadier geht das ganze nur schneller.

Paddeln:                                                                                                                                                  zurück

Mit den Paddeln bewegt man den Canadier vorwärts, rückwärts, stopt ihn und steuert nach rechts und links. Am besten schaut man sich den Film an : Winnetou, der Schatz im Silbersee. Man muss nur beachten, dass der Film an einem See aufgenommen wurde, die Tauber aber ein Fluss ist. Beim Paddeln ist zu beachten, ob mann alleine oder zu zweit oder zu dritt im Boot sitzt.

Generell gilt für jede der 3 Möglichkeiten. Die Paddelseite wird nicht oder so selten wie möglich gewechselt. Das bedeutet, die Seite, die mann sich bei Beginn heraussucht (rechts oder links) wird für die ganze Fahrt beibehalten. Bei Muskelschwäche kann mit den anderen Beifahrern ein Seitenwechsel abgesprochen werden. WARUM ? Es gibt viele Gründe, warum kein Paddelwechsel gemacht werden soll. Zum einen müssen sich die Bootsfahrer mit dem paddeln aufeinander einspielen. Bei einem Seitenwechsel müssen sie wieder von vorne anfangen. Anfänger haben Schwierigkeiten, das Boot zu lenken (steuern). Wenn sie es ein bisschen gelernt haben, kann dies durch einen Paddelwechsel wieder zunichte machen. Als nächstes kommt dazu, dass mit jedem Paddelwechsel Wasser in das Boot gebracht wird, was nicht immer angenehm ist. GEFAHR: Bei jedem Paddelwechsel, besteht die Gefahr, dem Vordermann das Paddel auf den Kopf zu schlagen.

IMG_0780

Paddelhaltung:

Die Paddelhaltung ist sehr wichtig, damit mann mit wenig Aufwand die meiste Kraft auf die Paddelbewegung übertragen kann. Der Paddelgriff wird richtig in die Hand genommen. Keine Angst der beißt nicht. Die andere Hand wird so weit wie möglich am Paddelblatt platziert. Diese Haltung ermöglicht die bestmögliche Kraftübertragung durch Hebelwirkung. Jede andere Art das Paddel zu halten und benutzen, führt sehr schnell zum Muskelkater.

Auswahl der Paddelseite:                                                                                                                        zurück

Wenn mehrere Personen in einem Canadier sitzen, bestimmt der Hintermann (der ganz hinten sitzt) welche Paddelseite er benutzen will. Der/die anderen müssen dann die andere Seite nehmen.

Zu zweit im Boot:

Hier ist das Paddeln relativ einfach. Einer paddelt auf der rechten Seite, der andere auf der linken Seite. Beim paddeln unbedingt darauf achten, dass beide gleichmässig und glich stark paddeln. Ansonsten wird es eine zik-zak fahrt. Und aus 6 Km Flusslänge werden 10 Km. Ganz zu schweigen von den Ästen und Zweigen am Ufer, die man durchfährt :-).

Zu dritt im Boot:

IMG_1013

Richtige Paddelstellung                                                                                                Falsche Paddelstellung

2009_08_23__6721__400__2082

Linkes Bild. Hier wird richtig gepaddelt.

Rechtes Bild. Hier wird falsch gepaddelt. Der vorne sitzt hat sein Paddel auf der falschen Seite. Dadurch fährt das Boot eine Kurve, da der Mittelmann das Boot nicht gerade halten kann.

2009_08_22__6041__400__1402

Schaukeln des Bootes ausgleichen:                                                                                                          zurück

Auf dem Fluss kommt es öfters vor, dass das Boot in Schaukelbewegungen versetzt wird. Entweder von den Bootsfahrern selbst oder wenn man über einen Stein oder Ast fährt, der unter der Wasseroberfläche liegt. Genauso kann es aber auch bei Stromschnellen oder bei Wehrüberfahrten passieren. WICHTIG: Niemals dürfen Sie probieren, die Schaukelbewegungen mit dem Oberkörper auszugleichen. Das führt unweigerlich zur Kenterung.

IMG_0818

Wie auf den Fotos zu erkennen ist, werden Schaukelbewegungen mit der Hüfte ausgeglichen. So lange der Oberkör- per senkrecht zur Wasseroberfläche bleibt, kann der Canadier kaum kentern, da der Schwer- punkt in der Mitte bleibt. Also schon üben und mit den Hüften wackeln :-).

IMG_0820

Bremsen - anhalten - rückwärts fahren:                                                                                                    zurück

IMG_1027

Bremsen: Wenn mann das Boot ausbremsen möchte, um langsamer zu werden, einfach das Paddel in das Wasser eintauchen und festhalten. Das geht jedoch nur, wenn das Wasser steht oder das Boot schneller fährt als der Fluss fliest. Mann kann dies auch dazu benutzen, um die Fahrtrichtung des Bootes zu ändern.

Anhalten: Um das Boot zum stehen zu bringen, muss mann rückwärts paddeln (also die gegensätzliche Bewegung durchführen wie beim Vorwärtspaddeln). Ein Boot können Sie nur zum halten bringen, wenn die Strömung nicht zu stark ist. Es gibt Stellen im Fluss, da können Sie den Canadier nicht anhalten oder rückwärts fahren. Es gibt nur einen Weg in diesem Fall. Sie probieren an das Ufer zu kommen und sich dort irgendwie festhalten (sehr hohe Kentergefahr).

Rückwärts fahren: Rückwärtsfahren können Sie auf stehenden Gewässer (Seen, Wehrbereiche usw.) oder wenn die Fliesgeschwindigkeit des Flusses nicht so gross ist. Dies hängt auch von der Kraft und der Geschicklichkeit der Bootsfahrer ab. Mann muss kräftig das Paddel hinten in das Wasser einstechen und kräftig nach vorne drücken (von der jeweiligen Sitzposition aus gesehen). In den letzten Jahren haben wir festgestellt, dass immer mehr Kinder Schwierigkeiten haben, dies umzusetzen. Obwohl es heisst “rückwärts paddeln” haben diese weiterhin vorwärts gepaddelt. Dabei waren sie absolut überzeugt, dass sie rückwärts paddeln.

Boote umsetzen an Wehren:                                            zurück

Wenn Sie in einer Gruppe fahren sind beim umsetzen der Boote um das Wehr herum, Regeln zu beachten. An jedem Wehr sind Austieg- und Einstiegspunkte. Nur diese hat man zu benutzen. Die Natur hat mann in Ruhe zu lassen und keinen mutwilligen Schaden zu verursachen. Es dürfen nicht alle Boote auf einmal probieren an der Ausstiegstelle anzulegen. Das erzeugt nur ein Chaos. Die Boote haben mit genügend Abstand von der Ausstiegstelle zu warten. Ein Boot nach dem anderen fährt dann zur Ausstiegstelle um auszusteigen und das Boot an Land zu ziehen. Dann darf das nächste Boot an die Ausstiegstelle fahren. Nur so kann ein geordneter Ausstieg gewährleistet werden. Fahren alle auf einmal zur Ausstiegstelle, behindern sich alle nur gegenseitig und schneller geht’s auch nicht.

2009_08_26__0073__400__5515

Boot umsetzen: An vielen Wehren muss mann das Boot umsetzen, da aus verschiedenen Gründen das Wehr nicht überfahren werden kann (zu gefährlich, zu trocken usw.). Hier hat mann Teamarbeit zu leisten. Viele Jugendliche wissen gar nicht was das ist. Hauptsache raus aus dem Boot und dumm in die Gegend schauen. Teamarbeit geht anders. Erst wird abgesprochen, wer als erster aus dem Boot steigt. Dann steigt derjenige aus und sichert sofort das Boot, damit der nächste sicher aussteigen kann. Dieser hilft dann dem letzten auszusteigen.

2009_08_22__6072__400__1433

Wenn eine Bootsmannschaft nicht zusammen arbeitet, wird die Bootsfahrt nur halb so viel Spass machen. Eine Schulklasse besteht aus mehreren Teamgruppen. Erst einmal die 3 die in einem Boot sitzen. Dann bilden alle Boote zusammen wiederum ein Team. Hier braucht mann keine Einzel-kämpfer oder Rambos, sondern Teamfähige und zur Zusammenarbeit fähige Jugendliche.

Zusammen wird dann das Boot aus dem Wasser gezogen. Das wird über die Spitze gemacht, damit der Canadier nicht umkippt.

Dann muss der Canadier zur Einstiegstelle gezogen werden. Das sollte auch wieder in Team- Arbeit geschehen, was auch nicht immer der Fall ist. Hier erkennt mann sofort, wer ein Egoist ist.

2009_08_22__6095__400__1456
2009_08_22__6078__400__1439
2009_08_22__6098__400__1459
2009_08_26__0130__400__5572
2009_08_26__0154__400__5596

Wieder einsetzen der Canadier:                                                 zurück

Nachdem die Canadier an der Stelle sind, wo sie wieder in das Wasser gelassen werden, ist auch hier wieder Teamarbeit angesagt. Erst wird abgesprochen, wer zuerst in das Boot einsteigt. Die Paddeln dürfen auf keinem Fall im Boot liegen, wenn der Canadier zu Wasser gelassen wird. Die beiden anderen heben und sichern das Boot. Eingestiegen wird, wie oben schon beschrieben. Sobald der erste im Boot sitzt, sichert er das Boot, damit der zweite einsteigen kann. Auch der zweite hilft das Boot zu sichern, damit der dritte sicher einsteigen kann.

2009_08_22__6166__800__1527
2009_08_22__6165__800__1526

Wehrüberfahrt:                                                                                                                                       zurück

Bei der Wehrüberfahrt sind ein paar Punkte zu beachten und an diese sollte mann sich unbedingt halten, ansonsten droht eine Kenterung. Ein Wehr wird zu 99% immer im rechtwinkeliger Anfahrt überfahren (rechtwinklig). Alle anderen Anfahrtspositionen können zur Kenterung führen. Es gibt jedoch eine Ausnahme. Wenn der Wasserstand sehr niedrig ist, dass kaum Wasser über das Wehr fliest, lässt mann den Canadier seitlich hinunter fahren, damit über die ganze Länge des Canadiers Wasser auf die Seite drückt und so den Canadier das Wehr hinunter schiebt. Ansonsten heisst es aussteigen und das Boot das Wehr hinunter schieben.

2009_07_01_9999_115
2009_07_01_9999_113
2009_07_01_9999_111 2009_07_01_9999_112

Die obere Bildserie zeigt, wie mann bei absoluten Niedrigwasserstand quer das Wehr herunter fährt. Dies darf mann nie machen, wenn genügend Wasser vorhanden ist, sonst endet diese Aktion als Kenterung!

In der unteren Bildserie sehen Sie, wie fast eine Kenterung geschah, nur weil ein paar CM höherer Wasserstand war. Zudem wurde der Deckel auf der Wasserdichten Box nicht zugeschraubt. Von daher ist es sinnlos, eine solche Box mitzuführen, wenn sie nicht ordnungsgemäss. verschlossen wird.

2009_06_18_9999_160
2009_06_18_9999_164
2009_06_18_9999_163
2009_06_18_9999_161 2009_06_18_9999_162
2009_06_18_9999_166
2009_06_18_9999_165

Ein weiterer Fehler, das Boot ist viel zu weit links über das Wehr gefahren. Das Wehr wird in der Mitte überfahren. Geht das nicht, hält mann sich rechts. Links ist eine große Betonplatte, wo das Boot leicht Kentert.

In der unteren Bildserie sehen Sie, wie ein Wehr optimal im rechten Winkel überfahren wird.

2009_08_22__6282__400__1643 2009_08_22__6287__400__1648 2009_08_22__6298__400__1659 2009_08_22__6310__400__1671 2009_08_22__6321__400__1682

Niedrig-, Normal-, Über Normaler Wasserstand:                                                                                      zurück

Alle Fehler aufzuzählen, die mann bei der Wehrüberfahrt machen kann, würde hier zu weit führen. Eine weitere wichtige Regel muss hier aber noch aufgeführt werden. Bei wenig Wasser muss mann so schnell wie möglich über die Wehrkannte fahren. Das bedeutet, so schnell wie möglich paddeln, da das Boot auf der Wehrkannte aufsetzt und viel Schwung braucht, damit es sich über die Wehrkante schiebt. Bei normalem Wasserstand kann mann gemütlich paddeln, da braucht mann keine grosse Geschwindigkeit, da mann locker über die Wehrkante kommt ohne aufzusetzen. Bei über Normal Wasserstand paddelt mann bis kurz vor die Wehrkante und lässt sich dann mit der Strömung über die Wehrkannte ziehen. Kurz gesagt: Bei wenig Wasser braucht mann eine hohe Geschwindigkeit, bei viel Wasser wenig Geschwindigkeit.

Schwerpunkt im Boot:                                                                                                                             zurück

Beim Boot fahren ist es wichtig, den Schwerpunkt so tief wie möglich zu halten. Aber nicht nur tief, er sollte auch immer in der Mitte vom Boot sein. Um das zu verstehen, stellen Sie sich vor, Sie sitzen im Boot und fahren ziemlich nah am rechten Ufer vorbei. Jetzt kommt ein Ast, der über das Wasser reicht. Die Bootsinsassen wollen dem Zweig ausweichen, indem sie den Oberkörper nach links biegen. In diesem Moment geht der Schwerpunkt von der Mitte nach links und das Boot kippt nach links, was zur Kenterung führt. Der optimale Schwerpunkt ist vorhanden, wenn alle Bootsinsassen mit einem Kerzengeraden Rücken waagrecht zur Wasseroberfläche sitzen.

Wenn Sie unter Büschen und Ästen die über den Fluss hängen, durchfahren müssen, gibt es nur eine Position, die Sie einnehmen sollen: DEN KOPF NACH VORNE UNTEN Position. Wer schon mal geflogen ist, kennt diese Position vom Flugzeug. Hier soll im Notfall auch diese Position eingenommen werden. Das hat seine Gründe: beugen Sie sich nach rechts oder links, kentert das Boot, was nicht angenehm ist. Lehnen Sie sich zurück, so dass Sie den Himmel sehen können, riskieren Sie dass Ihnen das Gesicht verkratzt wird, falls Sie eine Brille tragen, diese Ihnen vom Gesicht gerissen wird, oder auch Insekten in das Gesicht fallen. Zudem funktioniert der Gleichgewichtssinn nicht so gut, wie wenn Sie den Kopf nach vorne beugen.

IMG_0788
2009_06_18_9999_196

Hier haben wir wieder ein Problem mit dem Schwerpunkt. Wie schon erwähnt, muss der Schwerpunkt so tief wie möglich gehalten werden. Hier wird wie im Freizeitpark die Hände in den Himmel gestreckt. Zusätzlich sind noch die Paddeln über den Köpfen. Dadurch wird der Schwerpunkt nach oben verlagert. Im Vergnügungspark haben Sie Schienen unter den Booten, hier nicht. Wenn jetzt das Boot mit der Spitze tief eintaucht und auf dem Grund aufsitzt, kippt das Boot nach rechts oder links. Und genau das führt oft zu Kenterungen. Daher die Hände unten lassen, damit bei Grundberührung keine Probleme auftauchen. Es sei denn, Sie wollen Kentern, damit Sie ein erfrischendes Bad nehmen können :-).

Brücken Durchfahrt:                                                                                                                                 zurück

Brücken beziehungsweise Brückenpfeiler bergen immer eine Gefahrenquelle. Wenn mann nicht links und rechts daran vorbei kommt und an den Brückenpfeiler gepresst wird, läuft das Boot in Sekundenschnelle voll mit Wasser. Bei Brücken verengt sich meistens der Fluss, was zu einer stärkeren Strömung führt. Bei der Wolfgangsbrücke fährt mann fast immer durch den rechten Brückenbogen. Mann muss aber schauen, dass mann in der Mitte des Brückenbogens bleibt. Ist der Wasserstand normal oder über normal, lässt mann sich am besten durchtreiben.

2009_07_01_9999_251 2009_07_04_9999_405 2009_06_18_9999_324

Die Bilder oben zeigen Situationen, wie sie nicht vorkommen sollten. Bild eins zeigt ein Canadier, der rückwärts durch die Wolfgangsbrücke fährt. Zum Glück war niedriger Wasserstand, sonst hätte das böse ausgehen können. Dies passiert meistens, wenn mann mit dem Ufer Kontakt hatte. Das zweite Bild zeigt, wie mann unter keinen Umständen unter einem herunterhängenden Strauch durchfahren sollte. Die Äste können das Gesicht zerkratzen. Wäre es ein Brillenträger, wäre die Brille weg.  Das dritte Bild zeigt, wie ein Boot quer auf dem Fluss entlang getrieben wird. Auch das ist nicht gut und führt oft zu Kenterungen. Solche Aktionen müssen vermieden werden.

Kontakt mit dem Ufer:                                                                                                                              zurück

2009_06_18_9999_331 2009_06_18_9999_334
2009_07_01_9999_625
2009_07_01_9999_626

Kontakt mit dem Ufer ist unbedingt zu vermeiden. Auf einem stehenden Gewässer ist es egal, ob Sie mit dem Ufer Kontakt bekommen, da passiert nichts. Auf einem Fluss sieht das anders aus. Hier haben Sie eine Strömung. Wenn Sie mit der Spitze an das Ufer kommen, setzt eine Hebelwirkung ein. Die Spitze wird am Ufer fixiert, die Strömung erfasst das restliche Boot und zieht es mit sich. Dadurch wird das Boot quer gestellt. Im besten Fall machen Sie eine 180 Grad Drehung und fahren rückwärts weiter. Wenn Sie Pech haben, verkeilt sich das Boot an einem Stein und Sie hängen fest, oder Kentern. Je nachdem wie Sie fest hängen, müssen Sie eventuell das Boot verlassen und das Boot wieder flott machen.

Genügend Abstand halten:                                                                                                                       zurück

Nicht nur beim umsetzen der Boote muss Abstand gehalten werden. Zwingend notwendig ist dies bei der Wehrüberfahrt und beim durchfahren der Wolfgangsbrücke. Warum? Ganz einfach, wenn einem Boot etwas passiert (Kenterung, verklemmen usw.), müssen die anderen Boote warten, biss das Boot aus der Gefahrenzone entfernt wurde. Wenn nicht genügend Abstand eingehalten wurde, können die anderen Boote nicht mehr anhalten und es kommt zu einer Massenkarambolage (wie auf der Autobahn, wo bei einem Unfall viele andere Autos auffahren). Daher immer warten bis das vorausfahrende Boot das Wehr gut überquert hat oder vor der Wolfsgangsbrücke warten, biss das vorausgefahrene Boot die Brücke durchfahren hat. Erst dann darf das nächste Boot fahren.

In der unteren Bildserie sehen Sie, wie schnell eine Massenkarambolage passieren kann, wenn kein Abstand gehalten wird. Zum Glück war absoluter Niedrigwasserstand und es ist niemand zu Schaden gekommen. Bei Normalwasserstand oder darüber wäre das ganz anders ausgegangen, da das Wasser sehr viel mehr Kraft gehabt hätte.

2009_08_28__1446__400__6888 2009_08_28__1456__400__6898 2009_08_28__1469__400__6911 2009_08_28__1477__400__6919
2009_08_28__1513__400__6955 2009_08_28__1517__400__6959 2009_08_28__1557__400__6999 2009_08_28__1658__400__7100
[Home] [All Inclusive] [Sonderangebot] [Anfänger] [Paddeln] [Quiz-Fragen] [Infos] [Staustufe] [Kanu-Touren] [Individuell] [Rambo-Touren] [Familien- Touren] [Firmen-Events] [Event Service] [Bootstour_buchen] [Service] [Wasserstand] [Dream Foto] [Flussplan kurz] [Fahrregeln] [Kanu-Regeln] [Häufige Fragen] [Veranstaltungen] [Kontakt] [Anfahrt] [Rechtswesen] [Links]